Wolfgang Graf Berghe von Trips

Formel 1-Weltmeister 1950-2008

In unserer neuen Präsentation werden neben allen Porträts sämtlicher Weltmeister auch die siegreichen Formel-Rennwagen in meist unveröffentlichten Fotos gezeigt. Außerdem sind eine Vielzahl der Formel-1-WM-Wagen der Jahre 1950 bis 2008 in Nachbildungen der Modellgrößen 1 : 18, 1 :24 und 1 : 43 zu sehen. Zur Ausstellung gehören auch Plakate und Poster von Formel-1-Rennen, Rennsportliteratur sowie weitere Exponate aus der Königsklasse des Motorsports (Rennreifen, Heckflügel etc).

Die Ausstellung "Formel-1-Weltmeister von 1950 - 2008", von Jörg-Thomas Födisch und Juliane Klingele zusammengestellt, vermittelt in komprimierter Form einen Einblick in rund 60 Jahre Grand-Prix-Rennsport.

So begann es ...

Die Oberste Motorsportbehörde, die Fédération Internationale de l´Automobile (FIA), schrieb 1950 erstmals eine Automobil-Weltmeisterschaft für Rennfahrer aus. In der ersten Formel-1-WM-Saison (1950) wurden die Großen Preise von England, Monaco, der Schweiz, von Belgien, von Frankreich und von Italien in das Weltmeisterschaftsprogramm aufgenommen. Die Punkteverteilung für das Championat lautete: 8 Punkte für den Sieger, 6, 4, 3 und 2 Punkte für die nächstplatzierten Fahrer. Der Pilot, der im Rennen die schnellste Runde fuhr, erhielt einen Punkt.

Punkteverteilung, Regularien und technische Bestimmungen wurden im Laufe der Jahre mehrfach modifiziert. Auch die Anzahl der jährlich zur Weltmeisterschaft zählenden Rennen änderte sich, ebenso die Austragungsorte und die Länder, die den Status für ein WM-Rennen erhielten. 1958 wurde neben der Fahrer-Weltmeisterschaft auch ein WM-Championat für Konstrukteure eingerichtet.
Guiseppe Farina gewann 1950 auf einem Alfa Romeo den ersten WM-Titel.

Seit 1950 gingen bei den Formel-1-WM-Läufen alle renommierten Rennwagenhersteller mit den bekanntesten Piloten ihrer Zeit an den Start - auch heute noch sind die Fahrerweltmeisterschaft und die Konstrukteurs-WM die härtest umkämpften Championate im Motorsport.

In den folgenden Jahren holten sich Fahrer wie Juan Manuel Fangio, Alberto Ascari, Mike Hawthorn und Jack Brabham die Weltmeisterschaft - die siegreichen Rennställe hießen Maserati, Ferrari, Mercedes-Benz und Cooper. Weitere Titelträger in den 60er, 70er, 80er und 90er Jahren waren u.a. Jim Clark (Lotus), John Surtees (Ferrari), Jackie Stewart (Matra und Tyrrell), Graham Hill (BRM und Lotus), Jochen Rindt (Lotus), Emerson Fittipaldi (Lotus), Niki Lauda (Ferrari und McLaren), Nelson Piquet (Brabham und Williams), Alain Prost (McLaren und Williams), Ayrton Senna (McLaren) und Mika Häkkinen (McLaren).
Juan Manuel Fangio war bis zum Jahr 2002 mit fünf gewonnenen Fahrer-Weltmeisterschaftstiteln erfolgreichster Pilot. Der Argentinier wurde von Michael Schumacher entthront, der das Championat insgesamt sieben Mal gewann (1994 und 1995 auf Benetton, von 2000 bis 2004 auf Ferrari).