Wolfgang Graf Berghe von Trips

Die Trips-Stiftung

Die "Gräflich Berghe von Trips´sche Sportstiftung zu Burg Hemmersbach" ist Trägerin von "Villa Trips - Museum für Rennsportgeschichte"

Stiftungsvorstand:
Reinold Louis (Vorsitzender), Gisela Trauschold (stv. Vorsitzende)

Stiftungsrat:
Reinold Louis (Vorsitzender), Gisela Trauschold (stv. Vorsitzende), Hans Servos, Dr. Frank Kretzschmar, Susanne Harke-Schmidt und Jörg-Thomas Födisch

Geschäftsführer:
z.Zt. vakant

 

Erfüllung eines Vermächtnisses

Knapp acht Jahre nach dem tragischem Tod von Wolfgang Graf Berghe von Trips (10.09.1961 in Monza) fertigt Paul Spielmans -seit 1958 zunächst steuerlicher Berater und später engster Vertrauter der gräflichen Familie- ein Rohpapier, in dem er seinen schon vor längerer Zeit unterbreiteten Vorschlag, den weitaus größten Teil des gräflichen Vermögens in eine Sportstiftung einzubringen, fixiert.
Am 26. Februar 1970 kommt es zum Abschluß eines Erbvertrages zwischen dem gräflichen Ehepaar. Der vor Notar Dr. Ruland in Köln geschlossene Erbvertrag beginnt einleitend mit der Feststellung, daß die Testatoren -die sich gegenseitig zu alleinigen Erben einsetzen- die Absicht haben, eine Stiftung ins Leben zu rufen.
Am 10. Oktober 1975 -Graf Eduard ist inzwischen verstorben- wird die Satzung der Stiftung durch Notar Wachsmuth in Erkelenz protokolliert; am 22. Dezember 1975 erteilt der Innenminster des Landes Nordrhein-Westfalen die nötige Errichtungsgenehmigung.
Die Stiftung des privaten Rechts mit Sitz in Horrem führt den Namen "Gräflich Berghe von Trips'sche Sportstiftung zu Burg Hemmersbach" Im § 2. -Stiftungszweck- heißt es u.a.:

In Gedenken an den im sportlichen Wettstreit so tragisch ums Leben gekommenen Sohn des gräflichen Stifterpaares, des Reichsgrafen Wolfgang Berghe von Trips, und im Hinblick
auf das stete Interesse der Stifter am Sport im allgemeinen und an den Problemen mittelloser und bedürftiger Sportler im besonderen, verfolgt die Stiftung den Zweck, den Sport und die Sportidee zu fördern und zu unterstützen nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Mittel dadurch, daß
Lehrgänge, Fachtagungen, Konferenzen und dergleichen aller Sportrichtungen in Burg Hemmersbach bzw. den künftig durch die Stiftung auf dem Stiftungsgelände um Burg Hemmersbach zu errichtenden Gebäude und Einrichtungen durchgeführt werden können...
Sportvereinen (Sportclubs und Sportzusammenschlüssen mit anderen Bezeichnungen) und Sportverbänden sowie sonstigen artverwandten´Institutionen Gelegenheit gegeben werde, ihre Fachtagungen, Sitzungen oder Versammlungen abzuhalten; das gilt auch für die im Zeitpunkt der
Satzungserstellung noch als ausländisch zu bezeichnende Vereine, Verbände, Clubs usw...
künftige Entwicklungen des Sports und im Sport im Rahmen der Zweckbestimmungen zu berücksichtigen sind... durch geeignete und tunlich umfassende Ausnutzung aller zulässigen
Möglichkeiten -jedoch unter Beachtung der Gemeinnützigkeits-Vorschriften- durch die Stiftung selbst oder für die Stiftung zur Erreichung des Stiftungszwecks Verfügungsmittel erbracht werden... Die Stiftung hat in jedem Falle ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken zu dienen.
In würdiger Respektierung des Stifterwillens hat die Stiftung weiter folgenden Zweck:
Die Pflege des Namens der Stifterfamilie und deren Tradition durch geeignete Maßnahmen und Hinweise, z.B. durch Führen des gräflichen Wappens, der Fahne und sonstiger Embleme, insbesondere aber darin den Ausdruck findet, daß hochherziges Denken, Toleranz, soziale Gerechtigkeit und besonnene Entscheidungen Maxime jeglichen Handelns sind. Die Pflege des Kulturgutes, das Bestandteil der Stiftung wird und untrennbar mit Familie und Tradition derer von Trips verbunden ist.
Die Erhaltung und Verbesserung der Baulichkeiten von Burg Hemmersbach und Nebengebäuden unter Beachtung der Vorschriften zum Schutz kultureller Baulichkeiten, über Baustilverbesserungen, Instandhaltungen usw., zumindest aber äußerlich als Stammsitz derer von Trips.

In der Folgezeit werden die Stiftung die Vermögenswerte zu Eigentum übertragen, die im Erbvertrag des gräflichen Paares erwähnt sind.
Bis zum Tode der Gräfin Thessa im Jahre 1978 sind alle der Stiftung gehörenden Vermögenswerte mit einem Niessbrauchrecht zugunsten der Gräfin belastet.
Nach dem Tod der Gräfin bemühen sich der Vorstand und Stiftungsrat unter dem Vorsitz von Paul Spielmans, die jetzt im Eigentum der Stiftung stehende Burg Hemmersbach der vorgesehenen Nutzung zuzuführen und das Gebäude selbst zur Verwirklichung der satzungsgemäßen Aufgaben zu nutzen. Im Verlaufe dieser Bemühungen zeigt sich, dass zum einen durch die Aufgaben der Denkmalschutzbehörde und zum anderen durch den -erst nach und nach zu Tage tretenden- tatsächlichen Zustand der Burg dieser Plan nicht verwirklicht werden kann. es ist für die Stiftung ein Glücksfall, daß es im November 1984 gelingt, Burg Hemmersbach an den Bauunternehmer Herbert Hillebrand zu veräußern, der sich verpflichtet, die Burg wieder "im alten Glanz erstrahlen" zu lassen. Dieser Verpflichtung ist Herbert Hillebrand im vollem Umfange nachgekommen.

Als weitere Gegenleistung für die Übertragung haben sich Herbert Hillebrand bzw. die "Herbert Hillebrand Bauverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG" zur Errichtung eines Kommunikationszentrums -in rund 800 Meter Entfernung zur Burg gelegen- auf ihre Kosten verpflichtet. Die genehmigten Baupläne lagen im Frühjahr 1989 vor; einige Monate später erteilte die Stiftungsaufsicht die Baugenehmigung und am 13. Juni 1991 konnte das Sportler-Kommunikationszentrum der Öffentlichkeit übergeben werden.

Paul Spielmanns gab den Vorsitz im Stiftungsrat und im Stiftungsvorstand aus gesundheitlichen Gründen auf. Zu seinem Nachfolger wurde der Sparkassen-Betriebswirt Reinold Louis gewählt, der als Geschäftsführer mehrerer Stiftungen der Kreissparkasse Köln, aber auch als Autor der Trips-Biografie der Wunschkandidat vieler war. Gisela Trauschold, seit Stiftungsgründung dabeoi, wurde Stellvertreterin anstelle des von diesem Amt zurückgetretenen Hans Servos, der dem Stiftungsrat aber weiterhin angehört.
Heinz Schiffer, Fritz Jacobs und Hans Schmitz schieden alters- oder krankheitsbedingt aus dem Stiftungsrat aus. Reinold Louis berief zunächst die Dipl. Archivarin Susanne Harke-Schmidt und später, Ende 2000, den Journalisten Jörg-Thomas Födisch, der sich als Autor zahlreicher Sportbücher und als Trips-Kenner einen Namen gemacht hat, in den Stiftunsgrat.

Als sich 1999 die Gelegenheit bot, die ehemalige Villa Trips, gelegen im Park von Burg Hemmersbach und einst als Alterssitz für Graf Eduard und seine Gattin erbaut, käuflich zu erwerben, griff die Trips-Stiftung sofort zu. Im Mai 2000 konnte das umgestaltete und zweckmäßig eingerichtete Haus seiner Bestimmung übergeben weder.

Geschäftsführer und Museumleiter

Am 11. August 2001 bestellte der Stiftungsrat Christoph Louis, der sich unermüdlich für die Errichtung des Museums eingesetzt hatte, zum Geschäftsführer der "Gräflich Berghe von Trips´schen Sportstiftung zu Burg Hemmersbach". Gleichzeitig wurde der 34-jährige mit der Leitung von "Villa Trips - Museum für Rennsportgeschichte" beauftragt.

 

Christoph Louis, der am 29. Januar 2006 im Alter von 39 Jahren verstorben ist, hat sich in beiden Funktionen sehr verdient gemacht. Die Stiiftung wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

 

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